Blümchens Lebensgeschichte in Kurzform

Ich wurde am 14.04.1947 in Branitz geboren. Schon in meiner Kindheit habe ich das Branitzer Zampern miterlebt. Ich konnte es dann später gar nicht schnell genug erwarten, endlich bei der Fastnacht mitzumachen.

Im Jahr 1972 erfolgte dann durch Gislinde Marwedel, also meiner ehemaligen Verlobten, die Zwangseingemeindung nach Groß Gaglow.

Voller Hingabe habe ich dann in meiner neuen Heimat keine Fastnacht und keinen Maskenball ausgelassen.

Angang 1990 kam dann durch meinen damaligen Freund Reiner Sachs und meiner Wenigkeit die Idee auf, einen Karneval Verein zu gründen. Somit wurde im März 1990 der Gaglower Carneval Verein e.V. gegründet.

Seit es den GCV gibt, kennt man mich in der Bütt und nach sechs Sessionen als „Weltreisender“ wurde dann das „Gaglower Blümchen“ geboren. Nach meinem Vorbild „Et Botterblömche“ aus dem Kölner Karneval kam mir in den Sinn: ‚Blümchen, Du brauchst ein wiedererkennbares Outfit!‘

Nach meiner Vorstellung war es dann die schwarze Melone mit Blumenband, die Brille samt roter Nase , weiße Lippen, weiße Fingerhandschuhe, karierte Jacke, viel zu kurze Hosen, rote Socken und Plateauschuhe. Später kam der überdimensionale Stuhl hinzu. Immer aufs Neue – für insgesamt 29 Sessionen – habe ich die selbst geschriebenen Büttenreden auswendig gelernt. Über das jeweilige Jahr wurden humorvolle Begebenheiten auf „Spickzettel“ geschrieben und somit entstanden die Pointen.

Aber auch als Blümchens Frau wirkte ich im GCV-Programm mit, Weil meine Büttenreden stets beim Publikum gut ankamen, entdeckte man mich fürs Fernsehen.

19 Mal für die Fernsehgala „Heut steppt der Adler“ ging es nicht ohne „Blümchen“, wo es sich humorvoll über die aktuelle Politik auslassen konnte.

Weil meine Gesundheit es nicht mehr zuließ, verabschiedete ich mich als „Gaglower Blümchen“ indem ich in der 29. Session das letzte Mal auf meinen riesigen Stuhl stieg.

Das Beste bei meine Auftritten war das Publikum, welches mir so viele bewegende Momente gab…

Wilfried Hillebrand

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